
Die Astrologie gibt Hinweise, was ein Kind für eine optimale Entfaltung seiner Fähigkeiten braucht und in welchen Bereichen es Schwierigkeiten haben könnte und Unterstützung braucht. Das Horoskop ist wie eine Landkarte der Anlagen und Möglichkeiten, die das Kind zur Verfügung hat um zu wachsen, zu lernen und spielerisch zu erfahren.
Die 4 Elemente Erde, Luft, Wasser und Feuer geben Auskunft über Verhaltensmuster und Charaktereigenschaften. Ist z.B das Element Feuer sehr betont, ist das Kind ein Wildfang, kann provozieren und laut sein, es ist aber auch sehr unternehmungslustig und fröhlich. Ist das Element Wasser schwach besetzt, dann hat das Kind Mühe den Zugang zu seinen Gefühlen zu finden. Es spürt nicht ohne Weiteres, ob es Ruhe oder Nähe braucht.
Der Mond nimmt im Kinderhoroskop eine zentrale Stellung ein, die beim Erwachsenen die Sonne innehat. Das Zeichen, indem der Mond steht, zeigt die emotionalen Bedürfnisse des Kindes und zeigt auch auf, wie es seine Mutter erlebt. Ein Kind mit einem Mond im Stier sucht Geborgenheit durch körperliche Nähe. Es möchte viel gestreichelt und gehalten werden. Der Wassermann-Mond hingegen möchte individualistisch sein. Das Kind zeigt schon früh das Bedürfnis nach Selbständigkeit.
Mit Merkur lehrt und kommuniziert das Kind. Bei einem stark gestellten Merkur zeigt es grosses Interesse an der Sprache, ist beweglich und geschickt. Die Neugierde möchte mit vielem Fragen gestillt sein. Ist Merkur hingegen z.B. in einem Wasserzeichen, dann nimmt es seine Umgebung auf gefühlsmässiger Ebene wahr.
Saturn ist der Weg zur Eigenverantwortung. Positive Unterstützung erhält das Kind, wenn es immer wieder die Gelegenheit bekommt, sich zu bewähren, kleine Aufgaben selbständig zu erfüllen und zu erleben, dass es den gestellten Anforderungen gewachsen ist. Wo Saturn im Horoskop steht, ist das Leben manchmal kein Kinderspiel. Angst und Kritik können das Kind verunsichern und herausfordern. Saturn fordert viel Geduld und wiederholtes Ausprobieren bis die Meisterschaft (erst im Erwachsenenleben) innere Stabilität und die Bereitschaft mit sich bringt, das Beste aus den gegebenen Möglichkeiten zu machen.
Mars ist das vorstossende und eindringende Prinzip. Ein Mars in den Feuerzeichen kann draufgängerisch sein. Geduld ist nicht sein Ding. Viel Bewegung, Sport kann den Mars bändigen und dem Kind Balance geben. Die Eigendurchsetzung mit Mars in einem Erdzeichen ist vorsichtiger, langsam und stetig.
Venus verlangt nach einem bestimmten Du, zudem sie sich hingezogen fühlt. Die Umwelt wird mit einem ästhetischen Gradmesser eingestuft. Ein Kind mit einer Zwillings-Venus fällt es sehr leicht, auf andere Menschen zuzugehen und Kontakt aufzunehmen. Eine Wasser-Venus hingegen lässt sich da viel mehr Zeit und fühlt zuerst, ob das Gegenüber es ehrlich meint.
Jupiter erzählt von Wachstum und Ausdehnung. Er steht für die Kraft, Grenzen zu überschreiten und sich neuen Horizonten zuzuwenden. Jupiter steht dem Kind von Anfang an in aller Fülle zur Verfügung. Ein stark gestellter Jupiter zeugt von einem sonnigen Gemüt. Das Kind ist fröhlich, unbeschwert und es nimmt das Leben von der hellen Seite.
Die Sonne steht im Kinderhoroskop nicht an erster Stelle, im Gegensatz zum Erwachsenen-Horoskop. Die Qualität der Sonne entwickelt sich erst mit den Jahren. Wenn das Kind mit der Zeit gelernt hat, seine Bedürfnisse auch selber zu erfüllen, zeigt das Sonnenzeichen die Art und Weise, wie wir das Leben gestalten. Die Signatur des Sonnenzeichens wird vor allem im Spiel sichtbar. Die Hausstellung der Sonne mit den Aspekten geben an, wie das Kind seinen Vater erlebt und welche Eigenschaften es bei ihm sucht.
Die Energien der geistigen Planeten Uranus, Pluto und Neptun werden in den ersten Lebensjahren auf die Umwelt projiziert. Das Kind fordert die Eltern durch sein Verhalten heraus, diese Energien auszudrücken. Je nach Horoskop und Anlage wächst mit den Jahren langsam das Bedürfnis, selbst mit diesen machtvollen Energien zu experimentieren.
„Von den Kindern“ in Khalil Gibrans „Der Prophet“
Eure Kinder sind nicht eure Kinder. Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht. Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen, denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen, denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.

Schreibe einen Kommentar