Chiron im Zeichen des Stiers
Chiron, der verwundete Heiler, erzählt in der Astrologie von unserer Achillesferse, unserem tiefsten wunden Punkt. Er markiert zugleich aber auch den Ort, an dem diese Wunde mit der Zeit zu unserer grössten Weisheit wird.
Die mythologische Geschichte Chirons beschreibt eine Gestalt, die sich selbst verletzt und dann aus dieser Erfahrung heraus zu Weisheit und zur Heilkunst fand. In diesem Bild liegt bis heute die eigentliche Bedeutung Chirons verborgen. Unsere Verletzungen verschwinden nicht einfach, doch sie können uns bewusster, mitfühlender und menschlicher machen.
Chiron wandert von Juni 2026 bis 2033 durch den Stier. Im September wandert er nochmals rückläufig in den Widder, um dann ab April 2027 endgültig im Stier zu wirken. Auf dieser Heilungsreise geht es um die Stierprinzipien wie: Sicherheit, Stabilität, Besitz, Ressourcen, Selbstwert, Materie, Körper, Nahrung, Existenz, Finanzen, Grundstücke, Immobilien, Festhalten, Natur, Gemeinschaft
All diese Themen rücken global und persönlich in den Vordergrund und fordern uns heraus sich diesen wunden Punkten zuzuwenden, um sie schlussendlich zu heilen. Der Stier sucht Halt, seine Aufgabe ist etwas zu bewahren, aufzubauen und zu stabilisieren. Chiron möchte diese Themen heilen. Heilung kann ja nur geschehen, wenn vorher etwas in Unordnung ist (Krankheit, veraltete Systeme und Glaubensmuster). Wir alle wissen, dass unsere Welt einen Reseat benötigt. Chiron öffnet in den nächsten Jahren diese Wunde, nicht damit wir einfach oberflächlich etwas Desinfektionsmittel auftragen, sondern damit wir in der Tiefe der Wunde die eigentliche Ursache erkennen. Heilung ist ein innerer Prozess.
In einer Zeit gesellschaftlicher und technologischer Umbrüche geraten viele vertraute Strukturen in Bewegung. Wirtschaftliche Veränderungen, neue Formen von Arbeit oder der Wandel materieller Sicherheiten könnten uns in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen. Dort wo kollektive Sicherheiten ins Wanken geraten, werden wir aufgefordert, neue Formen von Stabilität zu entwickeln. Die Heilung mit Chiron im Stier geschieht langsam, Erfahrungen sollen verankert werden und Schritt für Schritt in etwas aufgebaut werden, das trägt. Vielleicht könnte in den kommenden Jahren zunehmend spürbar werden, wie unsicher viele Dinge geworden sind, auf die wir uns lange selbstverständlich verlassen haben.
Chiron im Stier stellt diese Fragen: Wer sind wir, wenn im Aussen alles zerbröckelt? Wie geht es unserem Selbstwert? Wie gehen wir mit Verlust um? Was bedeutet die Natur für uns? Wie verhalten wir uns bei existenziellen Engpässen? Als wie wertvoll erachten wir die Ressourcen der Erde? Auf welche Nahrungsmittel können wir verzichten? Wie können wir Sicherheit in uns selber finden?
Die Hauptmessage von Chiron im Stier ist, dass wir lernen den inneren Halt in uns selbst zu finden. Damit wir dieses Ziel erreichen, „kreiert“ Chiron aber zuerst destabilisierende Zeiten, damit wir die Heilung in anderen Werten finden, die der Welt und uns allen in einer gesunderen Form dienen.


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